Einführung  in die Entstehung der historischen Ritter-Orden.

 

Die Ordensgründung während der Kreuzzüge.

 

Vollständig wird sich die Gründungsgeschichte der Templer aus Mangel an zeitgenössischen Texten wohl kaum klären lassen. Jedoch gilt es als gesichert, dass sich die Tempelritter im Rahmen der beginnenden Kreuzzüge zusammenfanden. Die Gründung der Tempelritter wird auf den Zeitraum 1118 -1119 n.Chr. datiert.

Gründungsmitglieder waren unter anderem der französische Ritter Hughues de Payns , der flämische Ritter Godefroy de Saint-Omer sowie sieben weitere Ritter. Diese wollten die Ideale von Ritterschaft und Mönchtum in einem geistlichen Ritterorden vereinen und sahen es als ihre Aufgabe, die Pilgerstrassen zu sichern sowie die heiligen Stätten zu verteidigen.

Die neun Ritter suchten in Jerusalem König Balduin, den 2ten auf, um ihm ihre "Streitmacht Gottes" vorzustellen. Balduin war so überzeugt, dass er ihnen, um sie zu unterstützen, sogleich einen Flügel seines Palastes auf dem Tempelberg zur Verfügung stellte, an dieser Stelle befindet sich heute die Al Aqsa Moschee. Daher leitet sich auch die Bezeichnung Tempelritter oder kurz Templer ab.

 

Neben den Tempelrittern schlossen sich zur damaligen Zeit auch die Johanniter,

der Deutsche Orden sowie zahlreiche weitere Orden an. Alle Ordensmitglieder waren ausnahmslos adeliger Herkunft und ihr Ziel war es, die Pilger auf ihrem Weg ins Heilige Land zu beschützen, sowie "Ungläubige", also Nichtchristen, zu bekämpfen.

 

Die Hauptausrichtung aller Ritterorden war karitativ und streng christlich. Trotz ihrer privilegierten Stellung gelobten die Ritter Gehorsamkeit, Keuschheit und nicht zuletzt Armut. Durch ihre militärisch inspirierte Aufstellung grenzten sich die Templer deutlich von den anderen Orden ab.