Paul Kodannur ist nun Ehrenritter

Paul Kodannur ist nun Ehrenritter

Tecklenburg-Brochterbeck -


Weil er den Deutschen Ritterorden St. Peter und Paul vielfach ideell unterstützt hat, ist Pfarrer Paul Kodannur zum Ehrenritter geschlagen worden. Ein Schwert bekam er allerdings nicht.


Von Alfons Voss

Montag, 19.10.2020, 19:15 Uhr aktualisiert: 20.10.2020, 17:34 Uhr


Lothar Gellert (links) schlug Pfarrer Paul Kodannur in der Kirche St. Peter und Paul zum Ehrenritter des Ordens. Foto: -alv-


Zum ersten Mal in der Geschichte der Kirche St. Peter und Paul zu Brochterbeck hat es dort einen Ritterschlag gegeben. Junker Michael Hohn aus Roetgen/Aachen wurde vom Großmeister Professor Lothar Gellert während des Gottesdienstes am Sonntag zum Ritter des Deutschen Ritter-Ordens St. Peter und Paul geschlagen.

Ein Ritter zeichnet sich durch Treue, Beständigkeit, Freigiebigkeit und Demut aus. Er führt einen christlichen Lebenswandel, ist mutig, aber auch voller Güte und wohltätig zu den Armen. Als Insignien seiner Ritterwürde bekam Michael Hohn den Ordensmantel umgelegt, von der Ehrendame Brigitte Gellert den Halsorden umgehangen und vom Großmeister das Schwert gereicht.

Gellert erläuterte, dass der Mantel weit geschnitten sei, damit er auch für andere Schutz bieten kann, und verwies auf den Mantel von St. Martin. Der Halsorden besteht aus vielen Kettengliedern, die symbolisch für die Bruderkette stehe, die die Gemeinschaft der Ritter untereinander verbindet. Das Ritterschwert ist das Zeichen von Macht und Stärke, die niemals zu Unrecht genutzt werden dürfe.


                                   „Das Ritterschwert ist das Zeichen von Macht und Stärke, die niemals zu unrecht genutzt werden darf.“

                                                                                                           Großmeister Lothar Gellert


Anschließend wurde Pfarrer Paul Kodannur die Ehrenritterwürde zuteil, weil er den Deutschen Ritterorden St. Peter und Paul vielfach ideell unterstützt hat. Als Ehrenritter brauchte er kein Treuegelöbnis abzulegen. Auch das Ritterschwert steht ihm als Pfarrer nicht zu. Sein Schwert sei das Wort Gottes, so der Großmeister.

Der Deutsche Ritter-Orden St. Peter und Paul geht zurück auf den Orden der Ritter von St. Peter aus dem Jahr 1520 unter Papst Leo X. Im Jahr 2018 formierte sich das ehemalige Großkapitel Deutschland zum eigenständigen Deutschen Ritter-Orden St. Peter und Paul. Seit dem vergangenen Jahr ist er bei den Vereinten Nationen (UN) gelistet als Civil Society Organization.

Der Ritterorden betätigt sich karitativ und unterstützt vielfältige Projekte weltweit, zum Beispiel in Afrika und das Kinderdorf Irati in Brasilien. Vor Ort werden die Schule in der Widum in Lengerich und die Kirchengemeinde St. Peter und Paul unterstützt.


WN/20.10.2020

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